Curling
Curling ist eine auf dem Eis gespielte Wintersportart, die dem Boule-Spiel und dem Boccia ähnelt. Sie ist nicht mit dem Eisstockschießen zu verwechseln. Zwei Mannschaften zu je vier Spielern versuchen, ihre Curlingsteine näher an den Mittelpunkt eines Zielkreises auf einer Eisbahn zu spielen als die gegnerische Mannschaft. Curling ist besonders in Kanada, Schottland, Skandinavien, England und der Schweiz sehr populär und wird wegen der vielen taktischen Raffinessen auch als Schach auf dem Eis bezeichnet. Es gehört zu den Präzisionssportarten.  (Quelle www.wikipedia.de)

Oft wird angenommen, das Wort Curling stamme vom altenglischen Verb to curl = drehen und beschreibe die Bewegung der Steine, während sie über das Eis gleiten. Eine andere Theorie besagt, dass das Wort vom Verb to curr (engl. schnurren) aus dem Scots abstammt; damit ist der kratzende Ton gemeint, der beim Gleiten des Steines entsteht. Von einem Stein, der die gerade Linie verlässt, sagt man, dass er „curlt“. Der älteste erhaltene Curlingstein der Welt stammt aus dem Jahr 1511. Dieser trug die Inschrift St. Js B Stirling, weshalb der Stein auchStirlingstein genannt wird. Das Spiel entstand wahrscheinlich im späten Mittelalter. Die erste schriftliche Erwähnung eines Spiels mit Steinen auf dem Eis erfolgte im Februar 1541 auf einem Dokument, das im Kloster von Paisley in der Grafschaft Renfrewshire geschrieben wurde. Eine Art von Curling wurde im 16. Jahrhundert auch in den Niederlanden gespielt, wie das Gemälde Die Jäger im Schnee von Pieter Bruegel dem Älteren (1565) belegt.http://de.wikipedia.org/wiki/Curling#cite_note-0 Henry Adamson verwendete das Wort curling erstmals 1620 in einem Gedicht.

Die Gründung des ersten Curlingclubs erfolgte 1716 in Kilsyth. Die Steine waren damals allerdings nicht genormt, sodass es einen regelrechten Wettbewerb unter den Clans um den größten Curlingstein gab. Die Steine waren meist unbehandelte, flache Steine, die man in Flüssen fand. Der Werfer hatte nur wenig Kontrolle über den Stein und verließ sich mehr auf Glück statt auf sein Können; Taktik war im Gegensatz zu heute nur Nebensache. Im Jahr 1795 wurde in Edinburgh die Duddingston Curling Society gegründet. 1838 entstand der Grand Caledonian Curling Club (heute Royal Caledonian Curling Club genannt). Dieser stellte Regeln auf „zur Regulierung des alten schottischen Spiels Curling durch die allgemeine Gesetzgebung.“
Curlingpartie 1898Die größte Verbreitung besitzt Curling heute aber nicht mehr in Schottland, sondern in Kanada. Der Royal Montreal Curling Club, der älteste noch bestehende Sportverein Nordamerikas, wurde 1807 gegründet. Der erste Curlingclub in den USA folgte 1832 und Ende des 19. Jahrhunderts erreichte der Curlingsport Schweden und die Schweiz. Heute wird Curling auch im übrigen Europa gespielt und erfreut sich auch in Japan, Australien und Neuseeland größer werdender Beliebtheit.




1959 fand die erste Weltmeisterschaft (Scotch Cup) der Männer in Falkirk und Edinburgh statt. Die Gründung des WeltverbandesInternational Curling Federation (ICF) erfolgte 1966 in Vancouver. 1991 wurde die ICF in World Curling Federation (WCF) umbenannt. Erst 1979 wurde die Weltmeisterschaft auch für Frauen geöffnet, während die Europameisterschaften seit der Erstausrichtung 1975 für beide Geschlechter offenstehen. Zwischen 1989 und 2004 wurden die Wettbewerbe der Männer und Frauen gleichzeitig ausgetragen, seit 2005 jedoch aus kommerziellen und terminlichen Gründen wieder getrennt. Jeweils eine der beiden jährlich ausgetragenen Weltmeisterschaften findet in Kanada statt.

Curling ist seit den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano eine olympische Sportart. Bereits 1924 in Chamonix war ein Curlingturnier ausgetragen worden. Dieses galt aber lange Zeit als Vorführwettbewerb, obwohl man damals keine Differenzierung in Demonstrations- und originäre Wettbewerbe vornahm. Im Februar 2006 entschied das Internationale Olympische Komitee, dass Curling 1924 ein offizieller Wettbewerb gewesen war und erklärte Großbritannien nachträglich zum Olympiasieger. 1932, 1988 und 1992 war Curling ein Demonstrationswettbewerb ohne offiziellen Status. Dass Curling eine Olympische Sportart wurde, ist nicht zuletzt dem damaligen Präsidenten des World Curling Federation (WCF), Günther Hummelt zu verdanken, unter dessen Amtszeit (1990–2000) Curling als offizielle Olympische Wintersportart anerkannt wurde und bei den Olympischen Winterspielen 1998 erstmals als 7. Olympische Wintersportart dabei war. Seit 1998 wird Curling auch für Rollstuhlfahrer angeboten und wurde 2004 in die Reihen der paralympischen Sportarten aufgenommen. Rollstuhlcurling wird mittlerweile von ca. 25 Nationen gespielt und ist von der World Curling Federation (WCF) anerkannt.
VON DEN ANFÄNGEN BIS HEUTE

Anfang des 16. Jahrhunderts begannen die Schotten Steine über zugefrorene Seen zu schieben. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts fand man heraus, dass konkav geschliffene Steine mit einer Drehbewegung gespielt, eine Kurve beschreiben. Überdies entdeckten die Curler schon bald die Wirkung der Besen. In den Anfängen wurden die Laufwege der Steine von Schnee und Schmutz befreit. Mit immer weiter verbesserter Technik gelang es den laufenden Stein sowohl in seiner Richtung also auch in seiner Länge zu beeinflussen. Mit der Aufnahme als 7. Disziplin der Olympischen Winterspiele 1998, ist der Curlingsport in der Olympischen Sportfamilie angekommen. Den kompletten Bericht können Sie hier als PDF runterladen.....
Download

Sie haben Fragen an unseren Curling Obmann? Dann senden Sie uns eine eMail.

Thank you! Your submission has been received!

Oops! Something went wrong while submitting the form

Jens Herber
Obmann Curling
Am Kirchholz 5 B
D-60529 Frankfurt a.M.

Telefon 069-35356710 
Mobil 0174-3230836
eMail JHerber@gmx.de